Soll ich bei schlechten Ergebnissen neu starten oder iterieren?
Meist iterieren. Der Kontext bleibt erhalten, das Modell baut auf bisherigen Absprachen auf. Nur wenn die Grundrichtung falsch ist, lohnt der Neustart. Faustregel: Nach drei erfolglosen Iterationen neu anfangen.
Der Reflex, bei jedem Fehlschlag neu anzufangen, ist einer der häufigsten Zeitfresser. Oft ist das letzte Ergebnis schon zu 70 Prozent richtig, ein präziser Folge-Prompt holt die fehlenden 30 Prozent effizienter als ein neuer Mega-Prompt.
Wann iterieren
- Detail stimmt nicht, Grundrichtung passt
- Ton ist zu hart oder zu weich
- Ein Absatz fehlt oder ist zu lang
- Format ist fast richtig, braucht Feinjustierung
- Du hast eine präzise Korrektur im Kopf
Wann neu starten
- Die Grundannahme war falsch
- Das Modell hat die Aufgabe strukturell missverstanden
- Der Kontext ist mit Widersprüchen überladen
- Nach drei erfolglosen Korrekturen ist Reset meist schneller als weitere Iteration
Die Reset-Prüfung
Frag dich: „Wenn ich jetzt neu anfangen würde, was würde ich anders formulieren?" Wenn die Antwort eine größere Umstellung ist, starte neu mit dem gelernten Briefing. Wenn es nur eine Nuance ist, iterier.
Was du mitnimmst
Jede Iteration lehrt dich etwas über dein Briefing. Schreib die gelernten Formulierungen auf. Nach ein paar Wochen hast du eine Sammlung von Formulierungen, die bei dir zuverlässig funktionieren, für alle künftigen Prompts.