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KI verstehen & prompten · Einsteiger

Was ist ein guter Prompt?

Ein guter Prompt nennt Rolle, Aufgabe, Kontext, gewünschtes Format und Grenzen. Er ist so konkret wie ein Briefing an eine Kollegin, und vermeidet vage Begriffe wie „optimal" oder „passend".

Ein guter Prompt hat fünf Zutaten: Rolle, Aufgabe, Kontext, Format und Constraints. Je klarer diese fünf Ebenen ausformuliert sind, desto präziser antwortet das Modell.

Die fünf Ebenen

Rolle legt fest, aus welcher Perspektive das Modell antwortet. „Du bist Senior-Redakteurin bei einem Fachmagazin" erzeugt andere Antworten als „Du bist Programmierer".

Aufgabe beschreibt, was konkret passieren soll, nicht „schreibe etwas über X", sondern „verfasse einen 300-Wörter-Einführungsabsatz zu X für Laien".

Kontext liefert Hintergrund, Zielgruppe, Vorgeschichte, relevante Daten. Ohne Kontext rät das Modell und die Antwort wird generisch.

Format definiert die Ausgabe: Stichpunktliste, JSON, Fließtext, Tabelle, Überschriften-Hierarchie. Ohne Formatvorgabe bekommst du, was das Modell für wahrscheinlich hält, selten das, was du brauchst.

Constraints grenzen ab: maximale Länge, verbotene Begriffe, Sprachregister, Tonfall, Zielsprache.

Anti-Muster

  • „Schreibe einen perfekten Prompt", zirkulär, liefert generische Ratschläge
  • „Fasse das zusammen" ohne Angabe der Länge oder Zielgruppe
  • Mehrere Aufgaben in einem Prompt, die sich gegenseitig stören
  • Widersprüche (z. B. „sei kurz" und „gehe ins Detail")

Zuletzt aktualisiert: 14. April 2026