Agent-Kontext-Datei
Auch bekannt als: CLAUDE.md, AGENTS.md
Eine Agent-Kontext-Datei (CLAUDE.md, AGENTS.md) liegt im Projekt-Repository und wird vom Coding-Agenten in jeder Session automatisch gelesen. Sie enthält Befehle, Konventionen und Grenzen, damit der Agent nicht rät, wie das Projekt funktioniert.
Ohne Kontext-Datei startet jede Agent-Session bei null: Welcher Test-Befehl? Welche Ordnerstruktur? Was darf angefasst werden? Der Agent rät, und Raten produziert erfundene Konventionen. Mit der Datei kennt er die Antworten, bevor du die erste Aufgabe stellst.
Was reingehört
Befehle: Dev-Server, Tests (auch ein einzelner Test), Lint, Build. Copy-paste-lauffähig, keine Platzhalter.
Struktur: Die Ordner, die zählen, mit je einem Satz Zweck.
Code-Style: Ein echtes Snippet aus dem Repo als Vorbild schlägt drei Absätze Regel-Prosa.
Grenzen in drei Stufen: Immer erlaubt (Tests laufen lassen), erst fragen (neue Dependencies, Migrationen), niemals (Secrets committen, Force-Push).
Die zwei Regeln
Unter 60 Zeilen. Die Datei wird in jede Session geladen und kostet jedes Mal Kontextfenster. Kurz und dicht schlägt lang und vollständig.
Jede Zeile muss Verhalten ändern. Eine Zeile, die gestrichen werden kann, ohne dass der Agent anders arbeitet, gehört gestrichen. Die Datei ist Verhaltenssteuerung, keine Dokumentation fürs Team.
Der Name ist Konvention
CLAUDE.md, AGENTS.md, GEMINI.md: verschiedene Tools, dieselbe Idee. Viele Agenten lesen inzwischen mehrere dieser Namen. Das Prinzip bleibt identisch, egal welches Werkzeug im Einsatz ist.