API
Auch bekannt als: Schnittstelle, Programmierschnittstelle
Ein Vertrag zwischen zwei Systemen. Sie beschreibt, welche Anfragen in welchem Format geschickt werden dürfen und welche Antworten zurückkommen. Ändert eine Seite den Vertrag, bricht die andere.
Eine API (Application Programming Interface) ist kein Programm, sondern eine Vereinbarung: „Wenn du mir X in diesem Format schickst, gebe ich dir Y in diesem Format zurück." Sie ist der Bestellzettel, den zwei Systeme benutzen, um miteinander zu reden.
Wo APIs überall stecken
Fast jede moderne App ist mit fremden APIs verbunden. Mail-Dienste zum Versand, Zahlungs-Provider wie PayPal oder Stripe, Wetter-Dienste, Karten-Dienste, KI-Anbieter wie OpenAI oder Anthropic. Auch das eigene Frontend spricht über eine API mit dem eigenen Backend.
Synchron und asynchron
Manche APIs antworten sofort (Millisekunden): synchron, der Nutzer wartet. Andere brauchen länger (Sekunden bis Minuten): asynchron, das Backend arbeitet im Hintergrund weiter und meldet später Vollzug. Eine Kreditkartenzahlung ist typisch synchron, eine SEPA-Überweisung typisch asynchron.
Die Ehe-Dimension
Jede API-Anbindung ist eine Abhängigkeit. Fällt der Anbieter aus, fällt dein Teil davon auch aus. Ändert er sein Format, brichst du mit. Erhöht er die Preise, zahlst du mehr. Vor jeder Anbindung drei Fragen: Was passiert bei Ausfall, wie lange darf die Antwort dauern, welche Daten landen dort?