Vendor Lock-in
Auch bekannt als: Lock-in, Anbieterabhängigkeit
Vendor Lock-in bezeichnet die Abhängigkeit von einem Anbieter, dessen Wechsel hohe Kosten verursachen würde. Bei KI ist er auf der Tool-Ebene niedrig, auf der Infrastruktur-Ebene real, und die Antwort ist Wechselfähigkeit, nicht Verzicht.
Lock-in entsteht, wenn Daten, Verträge oder Arbeitsabläufe so eng an einen Anbieter gebunden sind, dass ein Wechsel teuer wird. Bei KI lohnt es sich, zwei Ebenen zu trennen.
Tool-Ebene: niedrig
Chat-Werkzeuge und Assistenten sind in Stunden gewechselt. Prompts, Arbeitsweisen und Wissen wandern mit. Lock-in-Angst ist auf dieser Ebene kein primäres Entscheidungskriterium.
Infrastruktur-Ebene: real
Verträge, Datenflüsse, angebundene Systeme und der laufende Betrieb binden stärker. Wer eine ganze Anwendung auf die API eines Anbieters gebaut hat, wechselt nicht in Stunden.
Die Antwort: Wechselfähigkeit statt Reflex
Die Reaktion auf realen Lock-in ist nicht der vorsorgliche Eigenbetrieb, sondern Architektur, die den Wechsel offenhält: ein Gateway als Kontrollpunkt, ein austauschbares Modell hinter einer einheitlichen Schnittstelle und ein dokumentierter Exit. Wer in zwei Stunden das Modell tauschen kann, muss die Anbieterfrage nie endgültig beantworten.