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KI strategisch einsetzen·Fortgeschritten

Vendor Lock-in

Auch bekannt als: Lock-in, Anbieterabhängigkeit

Vendor Lock-in bezeichnet die Abhängigkeit von einem Anbieter, dessen Wechsel hohe Kosten verursachen würde. Bei KI ist er auf der Tool-Ebene niedrig, auf der Infrastruktur-Ebene real, und die Antwort ist Wechselfähigkeit, nicht Verzicht.

Lock-in entsteht, wenn Daten, Verträge oder Arbeitsabläufe so eng an einen Anbieter gebunden sind, dass ein Wechsel teuer wird. Bei KI lohnt es sich, zwei Ebenen zu trennen.

Tool-Ebene: niedrig

Chat-Werkzeuge und Assistenten sind in Stunden gewechselt. Prompts, Arbeitsweisen und Wissen wandern mit. Lock-in-Angst ist auf dieser Ebene kein primäres Entscheidungskriterium.

Infrastruktur-Ebene: real

Verträge, Datenflüsse, angebundene Systeme und der laufende Betrieb binden stärker. Wer eine ganze Anwendung auf die API eines Anbieters gebaut hat, wechselt nicht in Stunden.

Die Antwort: Wechselfähigkeit statt Reflex

Die Reaktion auf realen Lock-in ist nicht der vorsorgliche Eigenbetrieb, sondern Architektur, die den Wechsel offenhält: ein Gateway als Kontrollpunkt, ein austauschbares Modell hinter einer einheitlichen Schnittstelle und ein dokumentierter Exit. Wer in zwei Stunden das Modell tauschen kann, muss die Anbieterfrage nie endgültig beantworten.

Zuletzt aktualisiert: 3. August 2026