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Warum die meisten Use-Case-Listen flach sind

Excel-Tabellen schneller auswerten. Blogposts in Instagram-Posts umbauen. Alles richtig. Und trotzdem die kleinste Version dessen, was generative KI eigentlich kann.

Lesson-Header: Use Cases neu denken

Eine Beobachtung aus Workshops, immer wieder. Du fragst ein Team nach KI-Use-Cases. Die Antworten kommen schnell. "Wir wollen Excel-Tabellen schneller auswerten." "Aus einem Blogpost soll ein Instagram-Post werden." "Mails vorformulieren lassen." Das ist nicht falsch. Genau dafür funktioniert KI sehr gut. Aber es ist die kleinste Version dessen, was du eigentlich in der Hand hast.

Was diese Beispiele gemeinsam haben: Es sind alte Aufgaben in schneller. Eine bestehende Tätigkeit wird beschleunigt oder verbilligt. Nichts daran ist verkehrt. Aber wenn du nur dort suchst, übersiehst du, was generative KI von klassischer Automatisierung unterscheidet. Du nutzt ein Werkzeug, das Bilder, Töne, Code, Sprache und Bedeutung gleichzeitig versteht, wie eine etwas schnellere Schreibmaschine.

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Das Muster, das in fast jedem Workshop auftaucht: Teams listen 20 Use Cases auf. 18 davon sind Effizienz-Spielarten derselben Aufgabe. Zwei sind interessanter. Und die zwei findet man nur, wenn man weiß, wonach man sucht.

Was diese Lesson macht und was nicht

Diese Lesson ist keine Liste. Es gibt im Netz Hunderte solcher Listen, sortiert nach Marketing, HR, Vertrieb, Controlling. Sie sind nützlich als Inspiration und genauso flach wie das Workshop-Muster oben. Was hier stattdessen kommt, ist ein Denkrahmen. Zwei Bewegungen, die du auf jeden bestehenden oder neuen Use Case anwenden kannst.

BewegungFrageWas du danach besser kannst
Vertikal: hebenAuf welcher Stufe steht dieser Use Case und wie hebe ich ihn?Aus "Excel auswerten" wird ein Use Case, der Hypothesen testet
Horizontal: verkettenMit welchem anderen Use Case verbindet er sich zu etwas Größerem?Aus drei isolierten Aufgaben wird eine Pipeline mit Mehrwert
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Diese Lesson baut auf zwei anderen auf. Wenn du sie noch nicht kennst, ist das okay. Was KI heute wirklich kann liefert die 14 Fähigkeiten. KI im Business einsetzen erklärt die drei Einsatzformen Assistent, Automation, Agent. Hier geht es nicht um was KI kann, sondern um welchen Use Case du daraus baust.
Takeaway
Regel #1: Use Cases zu sammeln ist einfach. Use Cases zu schärfen ist die eigentliche Arbeit. Die meisten bleiben auf der ersten Stufe stehen, weil ihnen niemand gezeigt hat, dass es eine zweite und dritte gibt.
Rico Loschke

Rico Loschke

KI-Stratege & Übersetzer zwischen Tech und Business

15+ Jahre Digitalisierung, 4+ Jahre KI. Ich übersetze zwischen Technologie und Unternehmensstrategie, berate und trainiere Organisationen auf ihrem KI-Weg. Hier teile ich, was ich dabei lerne.

loschke.ai. Visionen, Konzepte, Meinungen →
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Diese Lessons gibt es auch als Team-Training.

Workshops, Seminare und Begleitung für Unternehmen, die KI nicht nur verstehen, sondern anwenden wollen.

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